Gewalt hat in Kärnten keinen Platz: Gewaltschutzbeirat nimmt Arbeit auf

Mit seiner konstituierenden Sitzung hat der Gewaltschutzbeirat des Landes Kärnten seine Arbeit aufgenommen. Das interdisziplinär besetzte Gremium wurde auf Grundlage eines Beschlusses des Kärntner Landtages eingerichtet und wird die Landesregierung künftig bei der Weiterentwicklung des Gewaltschutzes fachlich beraten. Im Mittelpunkt der ersten Sitzung standen das gemeinsame Arbeitsprogramm und der Fahrplan für die Erarbeitung eines Kärntner Aktionsplans gegen Gewalt.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen bestehende Angebote sichtbarer machen, Versorgungslücken erkennen und gemeinsam konkrete Handlungsschwerpunkte festlegen“,

betonen Sozialreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Frauen- und Gleichstellungsreferentin LR.in Marika Lagger-Pöllinger.

Zusammenarbeit stärkt den Schutz vor Gewalt

Für LHStv.in Gaby Schaunig ist die Einrichtung des Gewaltschutzbeirates ein wichtiger Meilenstein:

„Gewalt wirksam zu verhindern und Betroffene bestmöglich zu schützen, erfordert eine enge Zusammenarbeit aller verantwortlichen Institutionen. Mit dem Gewaltschutzbeirat schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, in dem Erfahrungen aus der Praxis, wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Verantwortung zusammengeführt werden. Der beschlossene Fahrplan ist die Grundlage für einen Aktionsplan mit konkreten und umsetzbaren Maßnahmen, der den Gewaltschutz in Kärnten nachhaltig stärkt.“

Der Gewaltschutzbeirat bringt dafür unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch. Vertreten sind Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Polizei, Justiz und Wissenschaft ebenso wie aus Opferschutz- und Beratungseinrichtungen.

Gewaltprävention beginnt mit dem Hinschauen

Frauen- und Gleichstellungsreferentin LR.in Marika Lagger-Pöllinger unterstreicht, dass wirksamer Gewaltschutz lange vor einem konkreten Gewaltereignis beginnt:

„Gewaltprävention braucht Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und eine Kultur des Hinschauens. Gleichzeitig müssen Schutz- und Unterstützungsangebote für Betroffene niederschwellig erreichbar und gut miteinander vernetzt sein. Unser gemeinsames Ziel ist ein Aktionsplan, der Prävention, Opferschutz und Täterarbeit gleichermaßen berücksichtigt.“

Konkreter Aktionsplan für Kärnten

In den kommenden Monaten wird der Gewaltschutzbeirat die inhaltlichen Schwerpunkte des Kärntner Aktionsplans erarbeiten. Im Fokus stehen dabei insbesondere:
  • die Prävention von Gewalt im sozialen Nahraum,
  • die Bekämpfung geschlechterspezifischer und sexualisierter Gewalt
  • der Ausbau regionaler Schutz- und Unterstützungsangebote
  • eine engere Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen
  • sowie verstärkte Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung
Mit der Aufnahme seiner Arbeit schafft der Gewaltschutzbeirat eine dauerhafte Plattform, um den Schutz vor Gewalt in Kärnten strategisch weiterzuentwickeln. Denn für die SPÖ Kärnten ist klar: Betroffene dürfen niemals alleingelassen werden – und Gewalt darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.